Bhutan Einwohner: die wichtigsten Zahlen zum Land
Bhutan Einwohner: 777.224 Menschen leben im Land (Stand 2024, nationale Zählung), und zwar auf 38.394 km². Hier finden Sie die Zahlen zu Bevölkerung, Fläche, Altersstruktur, Religion, Wald und zum Tarif für Reisende, jeweils mit Jahr und Quelle.
Wie viele Einwohner hat Bhutan?
Bhutan hat 777.224 Einwohner (Stand 2024, nationale Angabe). Internationale Schätzungen liegen etwas höher: Destatis nennt für 2024 rund 791.500, die Weltbank rechnet mit 785.000 für 2023 und 797.000 für 2025. Auf 38.394 km² ergibt das rund 20 Einwohner pro km² (eigene Berechnung aus 777.224 geteilt durch 38.394 km²).
Die nationale Zahl finden Sie auch in der Wikipedia. Wer die Einwohner Bhutans mit anderen Ländern vergleicht, sollte bei der Quelle bleiben: Schätzungen und Zählungen weichen je nach Stichjahr um einige Tausend Menschen voneinander ab.
| Kennzahl | Wert | Jahr und Quelle |
|---|---|---|
| Einwohner | 777.224 | 2024, national |
| Fläche | 38.394 km² | – |
| Dichte | rund 20 pro km² | eigene Berechnung |
| Anteil unter 15 Jahre | 20,9 % | 2024, Destatis |
| Waldanteil | 71,6 % | 2023, Destatis |
Fläche, Lage und Höhe
Bhutan misst rund 170 km von Nord nach Süd und 300 km von Ost nach West. Im Süden und Westen grenzt das Land auf 605 km an Indien, im Norden auf 470 km an Tibet (China). Über 270 km² streiten Bhutan und China.
Der Höhenunterschied ist enorm. Der tiefste Punkt liegt auf 97 m, der höchste Gipfel, der Kula Kangri, erreicht 7.553 m. Der Chele La ist mit 3.998 m der höchste befahrbare Pass. Rund 8.000 km Straßen durchziehen dieses Relief, und wer darauf unterwegs ist, merkt schnell, wie sehr die Berge den Alltag bestimmen. Welche Monate sich für die Reise eignen, steht im Beitrag zur besten Reisezeit für Bhutan.
Altersstruktur, Religion und Gesellschaft
Das Land ist jung: 20,9 % der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt (Destatis, 2024). Zuletzt bekam eine Frau im Schnitt 1,97 Kinder. Rund 70 % der Erwachsenen können lesen und schreiben. Die Nettoquote im Grundschulbesuch liegt bei über 102 %, weil die Statistik auch Kinder außerhalb der üblichen Altersgruppe mitzählt.
Rund 75 % der Bhutaner sind tibetische Buddhisten, der Buddhismus ist Staatsreligion. Rund 20 % sind Hindus, vor allem im Süden, dazu kommen Animisten (3,8 %) sowie Christen und Muslime (zusammen rund 1 %). Je nach Quelle liegt der Hindu-Anteil etwas höher. Etwa 6.000 Mönche leben im Land, dazu Hunderte kleine Tempel und Klöster. Der Buddhismus kam im 8. Jahrhundert ins Land und festigte sich im 12. Jahrhundert. Wie er den Alltag prägt, lesen Sie im Beitrag zur Religion in Bhutan.
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Wald und Artenvielfalt
71,6 % der Landesfläche sind Wald (Destatis, 2023). Die Verfassung verlangt mindestens 60 %. Fünf Nationalparks und 16 Reservate decken 48 % des Staatsgebiets ab.
Für die Tierwelt heißt das: 165 Säugetierarten, darunter Schneeleopard, Roter Panda und Goldlangur. Dazu kommen zwischen 670 und 770 Vogelarten und 5.500 Pflanzenarten, 300 davon Heilpflanzen. Bhutan nimmt außerdem mehr CO₂ auf, als es ausstößt. Was für Höhe und Wetter in den Koffer gehört, zeigt die Packliste für Bhutan.
Tourismus: Besucherzahlen, Tarif und Feste
1974 kamen 287 Besucher, 2010 waren es 4.110. Vor der Pandemie zählte das Land rund 300.000 Gäste im Jahr. Die Strategie heißt „High Value, Low Impact“: wenige Gäste, die mehr zahlen, damit Kultur und Natur nicht leiden.
Reisende zahlen die Sustainable Development Fee (SDF): US$ 100 pro Person und Nacht (gültig vom 1. September 2023 bis 31. August 2027, Stand November 2026). Die aktuelle Höhe und Ausnahmen für Kinder und Reisende aus Indien prüfen Sie auf tourism.gov.bt, der Seite der bhutanischen Tourismusbehörde. Für diese Gruppen gelten reduzierte Sätze. Der Eurobetrag schwankt mit dem Dollarkurs.
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Am oberen Ende der Skala stehen fünf Amankora-Lodges und einige neu eröffnete Luxushotels. Wer in der Branche arbeitet, trägt Tracht: den Gho (Männer) oder die Kira (Frauen). Für Besucher lohnt sich vor allem der Kalender, denn jedes Jahr finden 36 religiöse Tshechus statt, die für Einheimische wie für Gäste Höhepunkte sind.
Modernisierung und Bruttonationalglück
Bhutan öffnete sich spät. Asphaltierte Straßen gab es erst ab 1961, bis dahin dauerte die 156 km lange Strecke von der indischen Grenze nach Thimphu 6 Tage. 1992 eröffnete der erste internationale Flughafen, 1999 kam das Fernsehen, als letztes Land der Welt. Digitale Dienste verbreiten sich zuletzt rasch, vor allem in Thimphu und Paro.
Das Bruttonationalglück (BNG) führte das Land 1972 ein, seit 2008 steht es in der Verfassung. Es misst vier Säulen: nachhaltige sozioökonomische Entwicklung, Bewahrung der Kultur, Schutz der Umwelt und gute Regierungsführung. In einer Studie der Universität Leicester von 2006 landete Bhutan auf Platz 8 beim Glück, als erstes asiatisches Land der Liste. Mehr dazu im Beitrag Bhutan, das Land des Glücks. In der Pandemie ermöglichte der BNG-Rahmen laut Quelle ein wirksames Gesundheitsmanagement.
Ein paar kleinere Zahlen: Die Armee zählt 18.000 Soldaten, und König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck wurde 2008 gekrönt, geboren ist er 1980. Auf dem Land fallen gemalte Phallus-Symbole an den Hausfassaden auf, sie stehen für Fruchtbarkeit.
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Häufige Fragen zu den Einwohnern Bhutans
Die Weltbank nennt für 2024 eine Lebenserwartung von 73 Jahren. Wikipedia führt für 2022 einen Wert von 72,2 Jahren, bei Frauen 74,2 und bei Männern 70,6 Jahren. Die Zahl steigt seit rund 20 Jahren.
Gemessen am Einkommen nicht: Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2025 bei 3.913 US$ (bpb). Die Wirtschaft wuchs um 4 %, die Inflation betrug 4,3 %. Diese Zahlen erfassen Einkommen, aber nicht, was das Bruttonationalglück misst.
Das Land lebt von Landwirtschaft, Wasserkraft und Tourismus. Wasserkraft ist die wichtigste Ressource: 3.472 MW installierte Leistung (2024), 93 % kohlenstoffarmer Strom, über 11 TWh im Jahr, 70 % davon gehen nach Indien. Die Wirtschaft wuchs von 1988 bis 2018 im Schnitt um 7 % jährlich, 2022/23 um 4,6 %.




