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Armenien Bevölkerung: Einwohner und Eckdaten in Zahlen

Veröffentlicht 3 November 2026
Façade en pierre ocre d'une église apostolique arménienne sous un ciel bleu pur, témoignant du patrimoine chrétien du pays.

Die Armenien Bevölkerung zählt rund 3,08 Millionen Einwohner (Stand 1. Januar 2025, Armstat). Jerewan hat etwa 1,09 Millionen, die Dichte liegt bei rund 103 Einwohnern pro km². Dazu die wichtigsten Zahlen zu Städten, Minderheiten, Diaspora und Land.

Wie viele Einwohner hat Armenien?

Am 1. Januar 2025 lebten in Armenien 3.076.200 Menschen, davon 1.454.000 Männer und 1.622.200 Frauen. So weist es das Statistische Amt Armeniens (Armstat) aus; Grundlage ist die Volkszählung vom Oktober 2022, fortgeschrieben bis heute. Wer nach der Einwohnerzahl Armeniens sucht, stößt oft auf ältere oder gerundete Werte. Die amtliche Zahl liegt höher als viele Schätzungen im Netz.

Stichtag (1. Januar)Einwohner (in Tausend)
20212.963,3
20222.961,4
20232.937,5
20242.991,2
20253.076,2

Bis 2023 sank die Zahl leicht, danach stieg sie spürbar. 2023 kamen rund 120.000 Flüchtlinge aus Bergkarabach ins Land. Wer weitere Statistiken sucht, findet sie im Länderprofil Armenien des Statistischen Bundesamts.

Die Dichte lässt sich leicht nachrechnen: 3,08 Millionen Einwohner auf 29.800 km² ergeben rund 103 Einwohner pro km² (eigene Berechnung). Das Medianalter beträgt 38,9 Jahre. 17,7 % der Armenier sind jünger als 15, 15,3 % älter als 64 (2025, Wikipedia).

Städte und Dörfer in Armenien

Armenien hat 49 Städte und 954 Dörfer (1. Januar 2025, Armstat). 2023 lebten 64 % der Einwohner in Städten. Die Hauptstadt Jerewan zählt rund 1,09 Millionen Menschen, also fast jeden Dritten im Land. Gjumri, die zweitgrößte Stadt, kommt auf etwa 119.000 Einwohner. Der Rest verteilt sich auf kleinere Städte und Dörfer, oft in Tälern zwischen den Bergen.

Wie sich Jerewan, Gjumri und das Hochland zu einer Route verbinden lassen, zeigen unsere Reiseideen für Armenien.

Wer lebt in Armenien? Armenier und Minderheiten

Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 98,11 % der Bevölkerung als ethnische Armenier: 2.961.801 von 3.018.854 Einwohnern. Das Land ist damit sehr einheitlich, die armenische Identität prägt Alltag und Geschichte. Daneben leben Minderheiten wie Jesiden, Russen, Assyrer und Kurden im Land. 2022 kamen außerdem rund 40.000 Russen nach Armenien.

Wie sich die Gesellschaft religiös zusammensetzt, steht auf unserer Seite zur religiösen Zusammensetzung des Landes.

Diaspora und Geschichte

Fast 11 Millionen Armenier leben außerhalb des Landes. Das ist mehr als das Dreifache der Einwohnerzahl (11 Millionen gegenüber 3,08 Millionen). Die armenische Diaspora ist so groß, weil Verfolgung und Flucht die Geschichte des Volkes prägen. Der Völkermord Anfang des 20. Jahrhunderts forderte schätzungsweise 1,3 Millionen Tote und hat in der Erinnerung der Armenier bis heute einen zentralen Platz, ebenso wie die nationalen Gedenktage. 2020 folgte der Krieg um Bergkarabach, der 44 Tage dauerte.

Armenien in Zahlen: Fläche, Höhe und Klima

Armenien misst 29.800 km². Nachbarn sind Georgien, Aserbaidschan, die Türkei und der Iran. Die Grenze zu Aserbaidschan ist 566 km lang, die zur Türkei 268 km; dazu kommen 221 km zur aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan.

Das Land ist ein Hochland. Der tiefste Punkt liegt auf 400 m, der höchste ist der Aragaz mit 4.090 m. Mehr als 90 % des Staatsgebiets liegen höher als 1.000 m. Auf dieser Höhe liegt auch der Sewansee mit 1.400 km², einer der größten Hochgebirgsseen der Welt.

Das Klima ist trocken-kontinental: heiße Sommer, kalte Winter. In Jerewan liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei etwa 13 °C, und die Stadt hat mehr als 300 Sonnentage im Jahr, damit gehört sie zu den sonnigsten Hauptstädten Europas.

Wirtschaft und Tourismus in Zahlen

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2022 bei rund 4.741 US-Dollar. Die Währung ist der Dram (AMD). Die Wirtschaft wächst, doch die Arbeitslosenquote liegt bei fast 20 %, und die Staatsschulden betragen rund 63,7 % des BIP. Der Tourismus legt weiter zu, getragen vom Kulturerbe. Allein der Sewansee zog im Sommer 2025 mehr als 50.000 Besucher an.

Kulturerbe, das die Reise prägt

Mehrere Stätten stehen auf der UNESCO-Welterbeliste:

  • Kloster Geghard und das obere Azat-Tal
  • Klöster Haghpat und Sanahin
  • Kathedrale und Kirchen von Etschmiadsin
  • Archäologische Stätte Swartnoz

In Jerewan lohnen das Geschichtsmuseum, die Nationalgalerie, das Museum des Armenischen Genozids und das Matenadaran, die Bibliothek alter Handschriften. Die Höhle Areni-1 barg eine Weinkelterei, die 6.100 Jahre alt ist. Armenischer Wein zählt damit möglicherweise zu den ältesten der Welt. Zu Tisch passt die armenische Küche.

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Wer Jerewan, den Sewansee und die Klöster in einer Reise verbinden möchte, stellt die Route am besten mit einem lokalen Experten zusammen. Unsere Experten vor Ort planen mit Ihnen Etappen, Fahrzeiten und Unterkünfte. Reise nach Maß anfragen. Weitere Themen finden Sie im Armenien-Reiseführer.

Armenien Bevölkerung: Häufige Fragen

Armenien erklärte das Christentum im Jahr 301 n. Chr. zur Staatsreligion und gilt deshalb als erste christliche Nation. Die Armenier verbinden ihre Identität eng mit ihrer Kirche. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zur Religion in Armenien.

Amtssprache ist Armenisch, das ein eigenes Alphabet nutzt. Daneben wird Russisch weit verbreitet gesprochen. Auch Minderheitensprachen bestehen fort. Welche Minderheitensprachen genau, hängt von der Region ab.

Jerewan wurde 782 v. Chr. gegründet und ist damit mehr als 2.800 Jahre alt (Stand 2026). Wer sich für diese lange Geschichte interessiert, plant am besten einen Tag für die Museen der Stadt ein, bevor es in die Klöster des Umlands geht.

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