Startseite>Reiseführer>Reiseführer Mongolei>Mongolei Einwohner: Wie viele Menschen leben im Land der Weite?

Mongolei Einwohner: Wie viele Menschen leben im Land der Weite?

Veröffentlicht 2 November 2026
Voyage en Mongolie — Un cavalier nomade en tenue traditionnelle avec son cheval dans l'immensité de la steppe mongole.

Die Mongolei hat rund 3,56 Millionen Einwohner (Stand Mitte 2026, UN-Schätzung). Sie verteilen sich auf 1.564.116 km², das ergibt etwa 2,3 Einwohner pro km². Damit gehört das Land zu den am dünnsten besiedelten der Welt. Hier die wichtigsten Zahlen und was sie für Ihre Reise bedeuten.

Mongolei Einwohner auf einen Blick

Wie viele Einwohner hat die Mongolei? Nach der UN-Schätzung für Mitte 2026 sind es 3.556.798 Menschen, also rund 3,56 Millionen. Wikipedia nennt für 2025 etwa 3,57 Millionen. Die Dichte liegt bei 2,3 Einwohnern pro km².

KennzahlWert
Einwohnerca. 3,56 Mio. (Mitte 2026)
Fläche1.564.116 km²
Dichte2,3 Einwohner pro km² (2025)
Ulaanbaatar1.596.556 Einwohner (2025)
Anteil Stadtbevölkerung67,3 % (2026)
Medianalter27 Jahre
Bevölkerungswachstum+1,2 % (2025)
Viehbestand58,1 Mio. Tiere (Ende 2025)
Prognose 2050ca. 4,5 Mio.

Wer die Einwohnerzahl der Mongolei recherchiert, stößt auf Werte zwischen etwa 3,3 und 3,6 Millionen. Der Grund sind unterschiedliche Stichtage und Schätzmethoden. Dieser Text bleibt bei der UN-Schätzung, weil sie die jüngste datierte Zahl ist. Eigene Zahlenreihen führen unter anderem das Statistische Bundesamt und Worldometers.

Mongolei Fläche und Bevölkerungsdichte

Mit 1.564.116 km² ist die Mongolei das 18.-größte Land der Erde. Teilt man die Einwohnerzahl durch die Fläche, ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 2,3 Einwohnern pro km². Das Statistische Bundesamt rundet für 2023 auf 2 pro km², das Bundesentwicklungsministerium nennt die Mongolei den am dünnsten besiedelten Staat der Erde.

Die Fläche ist überwiegend Weideland: Laut Statistischem Bundesamt entfielen 2023 rund 69,0 % auf landwirtschaftliche Nutzfläche und 9,1 % auf Wald.

Für Reisende heißt das vor allem eines: Distanzen. Von einem Ort zum nächsten fahren Sie oft Stunden, und manches Camp liegt weit entfernt von jeder Siedlung. Das Straßennetz umfasst rund 50.000 km, davon sind etwa 5.000 km asphaltiert. Den Rest bilden Pisten, auf denen die Fahrt deutlich länger dauert, als die Kilometer auf der Karte vermuten lassen. Mehr zum Land finden Sie im Mongolei Reiseführer.

Ulaanbaatar und die Städte

In Ulaanbaatar lebten 2025 genau 1.596.556 Menschen, im Großraum sind es rund 1,7 Millionen. Das ist knapp die Hälfte der Mongolei-Bevölkerung: 1,6 von 3,56 Millionen, also etwa 45 %. Andere Quellen nennen 40 % bis über 50 %, je nachdem, ob sie die Stadt oder den Großraum zählen und welche Gesamtzahl sie ansetzen.

Erdenet zählte 2025 nur 88.490 Einwohner, der Abstand zur Hauptstadt ist enorm. Insgesamt leben 67,3 % der Einwohner in Städten (2026), das Land ist also deutlich urbaner, als das Bild von Reitern und Jurten vermuten lässt.

Ulaanbaatar hat noch eine Besonderheit: Mit einem Jahresmittel von –2,4 °C gilt die Stadt als kälteste Hauptstadt der Welt.

Nomaden und Vieh: Wer lebt auf dem Land?

Rund 30 % der Bevölkerung behalten eine nomadische oder halbnomadische Lebensweise bei. Das sind nach grober Rechnung gut eine Million Menschen, die mit ihren Herden weiterziehen. Eine zweite Zahl steht daneben: Fast jeder zweite Mongole wohnt in einer Jurte, dem Ger. Beide Angaben gehören nicht zusammen, denn auch am Stadtrand von Ulaanbaatar stehen Jurten.

Entscheidend für das Landleben ist das Vieh. Das Nationale Statistikamt zählte Ende 2025 rund 58,1 Millionen Tiere, ein Plus von 0,8 % gegenüber 2024. Auf jeden Einwohner kommen rechnerisch etwa 16 Tiere. Den Höchststand verzeichnete das Land 2019 mit ungefähr 70 Millionen. Die Herden bestehen aus Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und Kamelen; welche Wildtiere zwischen ihnen leben, erklärt der Beitrag zur Tierwelt der Mongolei.

Auf einer Reise treffen Sie auf diese Familien fast zwangsläufig. Ein Besuch bei einer Familie im Ger gehört auf vielen Touren durch die Steppe dazu.

Wachstum, junge Bevölkerung und Prognose

Die Mongolei ist ein junges Land. Das Medianalter liegt bei 27 Jahren, und 59 % der Bevölkerung sind jünger als 30. Die Bevölkerung wächst 2025 um 1,2 %. Seit 1950 sind rund 2,7 Millionen Menschen hinzugekommen. Für 2050 rechnet Statista mit etwa 4,5 Millionen Einwohnern.

Dazu kommt Bewegung innerhalb des Landes: Mehr als 30 % der Menschen wechseln alle vier bis sechs Jahre den Wohnort. Die Einwohner der Mongolei sind also weniger sesshaft, als eine Statistik zur Bevölkerung nahelegt, und das gilt nicht nur für die Nomaden.

Wer sind die Mongolen? Volksgruppen, Sprache und Religion

Die größte Gruppe sind die Khalkha mit gut 85 % der Bevölkerung. Amtssprache ist Mongolisch in der Khalkha-Form, die 78 % der Muttersprachler sprechen. Daneben existieren Dialekte wie Oiratisch, Burjatisch und Kasachisch.

Zu Glauben und religiösen Traditionen finden Sie alles Nötige unter Religion in der Mongolei.

Was die Zahlen für Ihre Reise bedeuten

Aus den Zahlen ergibt sich ein klares Bild: wenig Menschen, viel Raum, lange Etappen. Planen Sie großzügige Fahrzeiten ein, rechnen Sie nicht mit Straßen wie in Europa und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie unterwegs häufiger Herden als Autos sehen. Dafür begegnen Sie Nomadenfamilien, die das Landschaftsbild prägen.

Unsere Reiseexperten vor Ort planen Etappen und Camps so, dass Fahrzeiten und Jahreszeit zusammenpassen. Ideen für Routen finden Sie unter Mongolei Reise. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihre Tour aussehen könnte, schicken Sie uns Ihre Anfrage für eine Mongolei-Reise.

Mongolei Einwohner: Häufige Fragen

Laut UNFPA (2025) werden Männer im Schnitt 68 Jahre alt, Frauen 77 Jahre. Die Weltbank nennt für 2024 einen Gesamtwert von 72 Jahren. Zwischen Männern und Frauen liegen demnach neun Jahre.

Ein Dsud ist ein extrem strenger Winter. In einer einzigen Saison kann er mehrere Millionen Tiere dahinraffen. Für Hirtenfamilien, deren Vieh die Lebensgrundlage bildet, ist das ein harter Einschnitt; auf die Gesamtzahl der Tiere wirkt er entsprechend stark.

2024 reisten 727.000 Besucher ins Land, ein Rekord. Seit der Pandemie wächst die Zahl um mehr als 20 % pro Jahr. Die meisten Gäste kommen aus China, Russland, Korea und Japan, Europäer sind in der Minderheit. 49 % aller Besucher sind jünger als 40 Jahre.

Reisen Sie anders, reisen Sie besser

Abonnieren Sie und erhalten Sie unsere Reiseinspirationen und praktischen Tipps zweimal im Monat.

Wie Sie hassen wir Spam. Mit der Anmeldung zu unserem Newsletter verpflichten wir uns, Ihre persönlichen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung der Shanti Travel SAS

Three phones together

Möchten Sie teilen Ihre Reise mit einer Gruppe?