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Die Highlights einer Japanreise

Publié le 12 August 2026
Nicole
Ihr Reiseexperte
Vue sur le jardin Kenroku-en à Kanazawa en été avec des iris mauves, des azalées roses et une lanterne de pierre.
Nicole
Ihr Reiseexperte

Eine sorgfältige Auswahl der schönsten Stationen, zusammengestellt von unseren Experten, um das Beste des Landes der aufgehenden Sonne zu erleben: zwischen jahrhundertealten Traditionen, beeindruckenden Landschaften und einzigartigen Begegnungen.


Kyoto: die Seele des traditionellen Japan

Kyoto ist ohne Zweifel eine der charmantesten Städte des Landes und die Kulturhauptstadt des traditionellen Japan. Sein außergewöhnliches Erbe entfaltet sich in über 1.600 Tempeln und Schreinen, darunter mehrere UNESCO-Welterbestätten: der Goldene Pavillon Kinkaku-ji, der Fushimi-Inari-Taisha-Schrein mit seinen Tausenden zinnoberroten Torii-Toren, der Ryōan-ji-Tempel mit seinem Trockensteingarten und das historische Viertel Gion.

Beim Schlendern durch die gepflasterten Gassen von Gion lässt sich vielleicht eine Geiko oder eine Maiko-Lehrling erspähen, Verkörperungen alten Raffinements. Im Frühling lädt der berühmte „Weg der Philosophie“ unter blühenden Kirschbäumen zum Flanieren ein, der Bambuswald von Arashiyama zur stillen Einkehr. Eine authentische Teezeremonie, die Kaiseki-Küche und der zarte Duft von Matcha ergänzen das Bild. Lokales Kunsthandwerk wie Nishijin-Textilien, Keramik und Kyo-Sensu-Fächer erinnert an die Delikatesse, die diese ehemalige Kaiserstadt auszeichnet.


Tokio: die Megastadt mit tausend Gesichtern

Tokio verbindet Ultramoderne und jahrtausendealte Tradition mit großer Selbstverständlichkeit. Die gegensätzlichen Viertel lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise erkunden: Shibuya mit seiner ikonischen Kreuzung, Akihabara und seine Otaku-Kultur, Asakusa für die Authentizität des Senso-ji-Tempels, Yanaka, eine kleine Insel des alten Tokio, oder Shimokitazawa mit seiner unabhängigen Musikszene und seinen Vintage-Läden.

Der japanische Geist zeigt sich in kleinen Alltagsgesten: Ruhe in Tempeln wahren, diszipliniert anstehen, ein Izakaya oder einen in einer Nebengasse versteckten Ramen-Stand ausprobieren. Für den Einstieg empfiehlt sich ein Tag, um sich an die städtische Dynamik zu gewöhnen. Museen von klassisch bis avantgardistisch bieten faszinierende Einblicke in die japanische Kreativität. Die Bucht von Odaiba, die Kaiserlichen Gärten und der Tokyo Skytree vervollständigen ein schier unerschöpfliches Bild.


Osaka: Hauptstadt des Genusses und der Lebensfreude

Osaka ist oft die Lieblingsstadt der Reisenden, die sie entdecken. Weniger förmlich als Tokio und herzlicher als Kyoto verkörpert sie ein spontanes, volkstümliches und durch und durch genussfreudiges Japan. Die Osakaner haben dafür sogar einen eigenen Ausdruck: Kuidaore, „sich beim Essen ruinieren“. Das lebhafte Viertel Dotonbori, seine Leuchtreklamen und die Stände mit Takoyaki und Okonomiyaki stehen sinnbildlich für diese Lebensphilosophie.

Das Osaka-Schloss, eines der imposantesten Japans, erinnert daran, dass die Stadt unter Toyotomi Hideyoshi auch das politische Zentrum des Archipels war. Das Viertel Shinsekai mit seiner nostalgischen Atmosphäre und dem Turm Tsutenkaku setzt einen reizvollen Kontrapunkt zur umgebenden Moderne. Osaka ist auch eine gute Basis für Tagesausflüge nach Nara, Kyoto und Himeji.


Hiroshima: Symbol der Widerstandskraft und des Friedens

Im Zweiten Weltkrieg zerstört, hat sich Hiroshima neu erfunden und steht heute für Frieden und Erinnerung. Der Besuch des Friedensdenkmalparks und seines Museums bewegt zutiefst und bietet einen wichtigen Zugang zur modernen Geschichte Japans und der Welt. Der Genbaku-Dom, UNESCO-Welterbe, bezeugt die menschliche Widerstandskraft angesichts totaler Zerstörung.

Ergänzen lässt sich der Besuch durch einen Spaziergang im Landschaftsgarten Shukkeien oder eine Kostprobe des Hiroshima-Okonomiyaki, der geschichteten Variante mit Nudeln. Auch ein Ausflug nach Miyajima bietet sich an und lässt sich gut mit Hiroshima verbinden.


Miyajima: die heilige Insel

Die heilige Insel Miyajima beherbergt Japans berühmtestes Torii, das bei Flut auf dem Wasser zu schwimmen scheint. Der Berg Misen, zu Fuß oder per Seilbahn erreichbar, bietet weite Panoramen auf die Seto-Inlandsee. Die Pagode Senjokaku, der Daishō-in-Tempel und der Momijidani-Park, bekannt für sein Herbstlaub, sind weitere Höhepunkte.

Frei laufende Hirsche begleiten die Spaziergänge über die Insel. Wer die größten Menschenmengen vermeiden möchte, kommt am besten früh morgens oder bleibt bis zum späteren Nachmittag. Besonders im Herbst lohnt es sich, ausreichend Zeit für einen Spaziergang durch den Momijidani-Park einzuplanen.


Nara: die Hauptstadt der heiligen Hirsche

Japans erste Kaiserhauptstadt beeindruckt durch ihre historischen und religiösen Schätze. Der Tōdai-ji-Tempel beherbergt den berühmten Großen Buddha von Nara in einer der größten Holzhallen der Welt. Der Kasuga-Taisha-Schrein mit seinen zahlreichen Stein- und Bronzelaternen schafft eine besondere Atmosphäre, insbesondere während der saisonalen Illuminationen.

Berühmt für seine frei laufenden Hirsche lädt Nara zur Begegnung zwischen Geschichte, Spiritualität und Natur ein. Die Tiere bewegen sich frei im Park und lassen sich mit speziellen Shika-Senbei füttern. Besucher sollten dabei die Hinweise vor Ort beachten und genügend Abstand halten, insbesondere wenn die Tiere kein Futter mehr erhalten.


Der Fuji: der heilige Berg

Besteigen oder bewundern: Der Fuji (auf Japanisch Fujisan) gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Japans. Mit 3.776 Metern ist er der höchste Berg Japans und seit Jahrhunderten ein wichtiges Motiv für Künstler, Dichter und Pilger. Die Besteigung des Fuji ist nur während der offiziellen Sommersaison möglich und erfordert eine entsprechende Vorbereitung.

Wer den Berg lieber aus der Ferne betrachtet, kann die Fuji-Seen oder die Region Hakone besuchen. Auch von verschiedenen Aussichtspunkten und Onsen der Umgebung lässt sich der Fuji bei guten Wetterbedingungen sehen. Für eine Wanderung oder einen Ausflug in der Region sollte man einen ganzen Tag einplanen und die Wettervorhersage am selben Morgen überprüfen.


Kanazawa: das Kyoto des Westens

Kanazawa besticht durch seine ruhige Atmosphäre zwischen dem Japanischen Meer und den Japanischen Alpen. Der Kenroku-en, einer der drei berühmten Gärten Japans, zeigt zu jeder Jahreszeit eine andere Seite der japanischen Gartenkunst. Das Viertel Higashi Chaya mit seinen traditionellen Teehäusern vermittelt einen Eindruck vom Japan der Edo-Zeit.

Das Kunsthandwerk von Kanazawa umfasst unter anderem Wajima-Lack, Kaga-Yuzen-Textilien und Blattgold. Auf dem Omicho-Markt lassen sich regionale Spezialitäten und frische Meeresfrüchte entdecken. Das 21st Century Museum of Contemporary Art ergänzt den kulturellen Besuch und zeigt die moderne Seite der Stadt.


Okinawa: der subtropische Archipel

Okinawa bietet eine ganz andere Seite Japans: weiße Sandstrände, klares Wasser und ein subtropisches Klima. Gleichzeitig besitzt der Archipel eine eigenständige Kultur, die auf das ehemalige Ryukyu-Königreich zurückgeht. Dazu gehören das Bingata-Kunsthandwerk, die Sanshin-Musik und eine Küche mit eigenen Spezialitäten wie Goya Champuru und Rafute.

Das Shuri-Schloss erinnert an die Geschichte des Ryukyu-Königreichs. Wer nach Okinawa reist, sollte außerdem Zeit für die Strände, die Unterwasserwelt und die kleineren Inseln einplanen. Für Badeaktivitäten sind die lokalen Hinweise zur jeweiligen Saison und zu den Sicherheitsbedingungen zu beachten.


Hokkaido: die wilde Natur des hohen Nordens

Im Norden spricht Hokkaido vor allem Liebhaber weiter Landschaften und naturnaher Reisen an. Zwischen Nationalparks, vulkanischen Seen, heißen Quellen und verschneiten Bergen bietet die Insel zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Im Winter gehören Niseko, Furano und Rusutsu zu den bekannten Skigebieten.

Im Sommer lassen sich die blühenden Felder von Biei und Furano erkunden. Auch die Ainu-Kultur, die Kultur der indigenen Bevölkerung Hokkaidos, lässt sich beispielsweise im Upopoy National Ainu Museum and Park in Shiraoi kennenlernen.

Hinweis: Die berühmten Japanmakaken in den Onsen befinden sich nicht auf Hokkaido, sondern in Jigokudani in der Präfektur Nagano. Bei der Reiseplanung sollten diese beiden Regionen daher nicht verwechselt werden.


Expertentipps

  • Jeder großen Stadt mindestens drei Tage widmen, um sie wirklich kennenzulernen. Kyoto und Tokio verdienen bei einem ersten Japanurlaub oft noch mehr Zeit.
  • Den JR Pass sorgfältig auf seine Rentabilität prüfen. Seit der deutlichen Preiserhöhung lohnt er sich nicht mehr automatisch für jede Japanreise.
  • Die japanische Zurückhaltung an heiligen und öffentlichen Orten respektieren. Ruhe in Tempeln und Schreinen sowie das Befolgen lokaler Regeln gehören zu den wichtigsten Reisetipps für Japan.
  • In Kyoto, Kanazawa oder Nara ein Fahrrad leihen, sofern die örtlichen Bedingungen es erlauben. So lassen sich auch weniger bekannte Viertel und Sehenswürdigkeiten entdecken.
  • Raum für spontane Entdeckungen lassen. Bei einer Japanreise sind es häufig kleine Erlebnisse abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten, die einen Aufenthalt besonders persönlich machen.

FAQ

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bei einer ersten Japanreise? Tokyo, Kyoto, Nara und Osaka gehören zu den am häufigsten empfohlenen Reisezielen für eine erste Japanreise. Je nach Reisedauer können auch der Fuji, Hiroshima und Miyajima in die Reise integriert werden. Diese Ziele ermöglichen es, die unterschiedlichen Facetten Japans kennenzulernen, von modernen Großstädten und historischem Kulturerbe bis hin zu Natur und Gastronomie. Bei einer zweiwöchigen Reise empfiehlt es sich, die Anzahl der Stationen zu begrenzen, damit genügend Zeit für eine angenehme Reise bleibt.

Wie viel Zeit sollte man für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans einplanen? Mit zwei Wochen in Japan lassen sich bereits mehrere wichtige Reiseziele entdecken, darunter Tokyo, Kyoto, Nara, Hiroshima und Miyajima. Idealerweise sollten Sie mehrere Tage für die großen Städte und mindestens einen ganzen Tag für Ausflüge einplanen. Bei drei Wochen oder mehr können Sie Regionen wie Kanazawa, Hokkaido oder Okinawa hinzufügen, ohne zu viele lange Transfers einplanen zu müssen.

Wann ist die beste Reisezeit für Japan? Der Frühling und der Herbst sind besonders beliebt, da die Temperaturen angenehm sind und die Landschaften zu dieser Zeit besonders reizvoll sind, insbesondere während der Kirschblüte und der Herbstlaubfärbung. Der Sommer eignet sich besonders für Aktivitäten wie die Besteigung des Fuji oder einen Badeurlaub auf Okinawa, allerdings können die Temperaturen hoch sein. Im Winter können Sie verschneite Landschaften, die Skigebiete Hokkaidos und zahlreiche Onsen genießen.

Kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans auch mit Kindern besuchen? Ja, eine Japanreise mit der Familie ist problemlos möglich. Tokyo bietet zahlreiche kinderfreundliche Aktivitäten, während Nara für seine frei laufenden Hirsche bekannt ist und Miyajima Natur und kulturelles Erbe miteinander verbindet. Um unnötige Ermüdung zu vermeiden, empfiehlt es sich jedoch, die Anzahl der Hotelwechsel zu begrenzen und zwischen den wichtigsten Besichtigungen weniger vollgepackte Tage einzuplanen.

Nicole
Ihr Experte für das Reiseziel Japan

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